Mit dem Vereinbarkeitssimulator zur Work-Life-Balance

erstellt am 07 Februar 2018 durch tm Der Raum «In-Out» in der Unit Meet2Create im NEST (Next Evolution in Sustainable Building Technologies) der Empa umgesetzt ist das Resultat der Sitzungszimmer-Studie der Hochschule Luzern. Bild: zvg/©André BolligerDer Raum «In-Out» in der Unit Meet2Create im NEST (Next Evolution in Sustainable Building Technologies) der Empa umgesetzt ist das Resultat der Sitzungszimmer-Studie der Hochschule Luzern. Bild: zvg/©André Bolliger

In einem interdisziplinären Forschungsprojekt hat die Fachhochschule St.Gallen einen Vereinbarkeitssimulator für Unternehmen entwickelt.

(mt) Die OpenSource-Software erfasst die Lebenslagen und Wünsche von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an ihre zukünftige Work-Life-Balance. Basierend auf den Simulationen können Arbeitgeber Massnahmen einleiten und neue Arbeitsorganisationsmodelle gestalten.

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielen betriebliche Massnahmen eine wichtige Rolle. Je nach Lebenslage und Verpflichtungen benötigen Angestellte individuell gestaltete Arbeitsorganisationsmodelle. Das fordert Unternehmen heraus: Wollen sie als attraktive Arbeitgeber gelten, müssen sie auch ihre Arbeitsorganisation den Anforderungen der Mitarbeitenden anpassen. Gefragt sind Konzepte für eine lebenslagen‐ und generationenspezifische Work‐Life‐Balance, mit deren Hilfe die unterschiedlichen Phasen des Berufslebens durch passgenaue Arbeitsorganisationsmodelle gemeistert werden können – all dies leistet der Vereinbarkeitssimulator.Entwickelt wurde die öffentlich zugängliche OpenSource-Web-Applikation in einem interdisziplinären Projekt der Institute für Soziale Arbeit sowie Modellbildung und Simulation der Fachhochschule St.Gallen (FHS).

Entscheidungsgrundlage für Vereinbarkeitsmodelle Der Vereinbarkeitssimulator erfasst die spezifischen Lebenslagen von Mitarbeitenden und ihre Wünsche an ihre zukünftige Work‐Life‐Balance. Ziel des Simulators ist es, einen Dialog zwischen der Unternehmensführung und den Mitarbeitenden inklusive ihrer Angehörigen anzustossen. Die erfassten Vereinbarkeitsproblematiken und -wünsche sowie die Auswertungen der Simulationen dienen als Grundlage von Entscheidungs‐ und Umsetzungshilfen für Mitarbeitende und Unternehmen, um entsprechende Massnahmen einzuleiten.

Flankierend zum Vereinbarkeitssimulator hat das Projektteam der FHS St.Gallen einen Leitfaden für die Praxis entwickelt, der idealtypische Vereinbarkeitsmassnahmen beschreibt. Ein Pencast erklärt die Anwendung des Vereinbarkeitssimulators.

In Kooperation mit Unternehmen Das Projekt «Unser Unternehmen – ein attraktiver Arbeitgeber für Angestellte in ihren spezifischen Lebenslagen» der FHS St.Gallen wurde in Kooperation mit Thomann Nutzfahrzeuge AG (Schmerikon) und der Sonderschule Bad Sonder (Teufen AR) umgesetzt. Unterstützt wurde es durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung (EBG) mit Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz.


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