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«Es geht nichts über Emotionen»

erstellt am 26 Juni 2017 durch tm Reto Rey. Bild: David PorfirioReto Rey. Bild: David Porfirio

Bilder haben eine unglaubliche Aussagekraft. Witzige Werbespots wie jene des Bieler Familienunternehmens Rey Allround AG werden deshalb regelmässig zum Stadtgespräch. Am Gassmann Campus verriet Geschäftsführer Reto Rey, woher die guten Ideen stammen.

Die TV-Werbung der Firma Fischer Bettwaren aus Au-Wädenswil ist mittlerweile Kult. Wie ein Unternehmen mit einer einfachen Geschichte zum landesweiten Gesprächsthema wurde, zeigte Michael Sutter, Leiter Marketing und Verkauf bei TeleBielingue AG, am Gassmann Campus mit diesem spannenden Fall.

 

Inzwischen haben zahlreiche Werber versucht, Ernst Fischer von einem moderneren TV-Spot zu überzeugen. Er aber hielt an seinem Konzept fest und frischte seinen Kult-Spot nur leicht auf. Der Erfolg mit der Lancierung gibt ihm Recht. Allein durch die Ankündigung eines neuen Werbespots wurde Fischer landesweit erneut zum Gespräch. Dass er sogar bei der Satiresendung Giaccobo/Müller parodiert wurde, hat die Werbewirkung weiter verstärkt.

 

Videos lösen Emotionen aus

Das Fernsehen erzähle Geschichten und unterhalte die Zuschauer, bilanzierte Sutter. Wer mit Humor und authentischen Geschichten auftritt, ist daher im Vorteil. Denn an gute Geschichten erinnert sich das Publikum gut und gerne, weil bewegtes Bild mit Ton mehr Gehirnaktivitäten auslöst als jede andere Werbeform. Lebendige Marken mit einer Geschichte seien deshalb im Vorteil wenn es um Emotionen geht.

 

Komplexe Themen werden so deutlich schneller und einfacher verstanden, so Sutter. In der TV-Werbung kann eine unterhaltsame Geschichte in kürzester Zeit erzählt werden. Wie das geht, zeigten die Spots des Bieler KMU Rey Allround AG, die in der Uhrenstadt zum Stadtgespräch wurden. Das 60-jährige Familienunternehmen ist auf Elektro- und Haushaltsgeräte spezialisiert.

 

Die Person hinter der Marke

Im Interview mit Sophie Hostettler, Programmleiterin von Telebielingue, erklärte Reto Rey, warum er in den TV-Spots selber mitspielt: Als Faschingsprinz und dank seinem markanten Gesicht (mit Glatze und Bart) war Rey bereits stadtbekannt. Er fragte sich deshalb spontan, ob diese Bekanntheit nicht besser zu nutzen wäre. Die Überlegung dahinter war, dass es heute sehr viele Namen und Marken gibt, aber niemand weiss was dahinter steckt. Das wollte Rey ändern.

 

Die witzigen Spots zum Thema Strafen im Eishockey sind im Bieler Eisstadion und im Regionalfernsehen TeleBielingue zu sehen. Weil sie eine ganze Saison lang laufen, wurden bisher vier verschiedene Sujets produziert. Denn Rey will, dass die Zuschauer darüber sprechen.

 

Emotionaler und günstiger

Die Ideen sind laut Rey «beim Bier» entstanden. Im Laufe der Zeit wurden immer neue Ideen entwickelt. Die Kunden schätzten, dass sie vom Chef persönlich angesprochen werden. Darüber werde diskutiert, das wecke Emotionen, bilanzierte Rey. Ein Erfolg sei schon nur, weil darüber gesprochen werde. «Es geht nichts über Emotionen», so Rey. TV-Werbung sei im Vergleich zur Imagewerbung in den Bieler Bussen emotionaler und günstiger. Rey plant deshalb für 2018 neue Spots, die noch emotionaler ausfallen sollen.

 

 

Die Groupe Gassmann bietet regelmässig kurze Inputreferate zum Kommunikationslösungen an, wie Eventleiter Andreas Philipp erklärte. Der nächste Gassmann Campus findet statt am Donnerstag, 28. September. Interessenten melden sich unter campus@gassmann.ch

 

gassmann.ch 

rey-allround.ch 

Spezialseite zum Gassmann Campus im «Bieler Tagblatt» 

 


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