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Ausgabe: 2010.3
 
Auf Tätersuche im eigenen Unternehmen
 
14.06.2010
 
Firmenflotten wachsen
Kosten- und Umweltbewusstsein steigt
Firmenflotten wachsen - Kosten- und Umweltbewusstsein steigt

Der Trend zu umweltschonenden Flotten hält an. Vor allem KMU haben diesbezüglich die Nase vorn: rund drei Viertel aller mittelständischen Firmen in der Schweiz haben mindestens ein „grünes“ Fahrzeug im Einsatz. Dies ergab das diesjährige Flottenbarometer (Corporate Vehicle Observatory CVO) von Arval, einer führenden europäischen Spezialistin für Full-Service-Leasing und Flotten-Management, welches in 14 Ländern durchgeführt wurde (neu inkl. Türkei und Brasilien).

 
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Eine weitere, erfreuliche Erkenntnis der CVO-Studie: die Firmenflotten haben die Wirtschaftskrise offenbar gut überstanden. Schweizer Unternehmen planen, in den nächsten Jahren durchschnittlich 12% mehr Fahrzeuge zu erwerben (2009: 9%).

Schweizer KMU schätzen zudem ihre wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Euroland zuversichtlicher ein. 81% belassen ihr Flotten-Budget unverändert (im Vergleich zu Europa: 65%). Im Gegensatz dazu ist bei grossen Firmen Sparkurs angesagt (26% weniger Budget in CH, 40% in Europa). Die Vermutung liegt nahe, dass hier die Headquarter in der Krise Druck ausgeübt haben.

Ganz allgemein scheint das Vertrauen der europäischen Unternehmen in eine positive wirtschaftliche Entwicklung gestiegen zu sein. Damit verbunden ist die Erwartung, dass die Mobilität weiter zunehmen wird. Obwohl die Firmenflotten in der Schweiz durch die Wirtschaftskrise kaum in Mitleidenschaft gezogen worden sind, hat sich die durchschnittliche Laufzeit der Fahrzeuge deutlich verlängert und zwar um 14 bis 21% gegenüber dem Vorjahr.

Total Cost of Ownership (TCO) rückt in den Fokus

Bei den Finanzierungsmethoden dominiert in der Schweiz im Vergleich zu Europa immer noch der Fahrzeugkauf (58 bis 66%), gefolgt von Finanz-Leasing (17 bis 38%) und Full-Service-Leasing (5 bis 15%). Dies könnte damit zu tun haben, dass in der Schweiz die Mentalität „Was wir uns leisten können, finanzieren wir auch selber“ vorherrscht. Immer mehr Firmen (59%) achten jedoch bewusst auf die TCO (Gesamt-Nutzungskosten) eines Fahrzeuges und signalisieren damit, dass ihnen eine klare Kostenübersicht wichtiger ist als der reine Netto-Einkaufspreis. Offenbar setzt sich nach und nach die Erkenntnis durch, dass eine professionell verwaltete Flotte zahlreiche finanzielle und logistische Vorteile bringt.

 

 

 

 

Kleinere Motoren schonen Portemonnaie & Umwelt

Um die Kosten von Firmenflotten zu reduzieren, setzt die Mehrheit der Schweizer Unternehmen noch immer auf Kraftstoffeinsparung (2010: 32%; 2009: 24%) sowie unter anderem auf kleinere Motoren (2010: 10%; 2009: 16%). Erfreulicherweise haben immer mehr Unternehmen umweltschonende Fahrzeuge im Einsatz. Den grössten Zuwachs verzeichnen in 2010 die KMU (2010: 33%; 2009: 21%). Grossfirmen investieren vermehrt in Biokraftstoffe (10%). KMU hingegen wählen, vermutlich auch aus steuertechnischen Gründen, primär kraftstoffsparende Fahrzeuge (10 bis 30%).

Dennoch zeigen die jährlichen Studienergebnisse, dass die Entwicklung hin zu umweltschonenden Flotten nur langsam vorangeht. Vielen Unternehmen beziehungsweise Führungskräften scheint es schwer zu fallen, auf das hochtourige Firmenfahrzeug als Statussymbol zu verzichten – obwohl sie hier mit gutem Beispiel vorangehen und sowohl Budget als auch Umwelt schonen könnten. Arval hat in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle inne und betreibt ihre Flotte seit 2008 klimaneutral. Für die Kompensationen arbeitet das Unternehmen mit der Non-Profit-Organisation „myclimate“ zusammen, welche die von Arval geleisteten Zahlungen in Klimaschutzprojekte in der Schweiz und in Entwicklungsländer investiert.

Eingeschränkte Wahlfreiheit als Chance?

Erstmals wurden die Unternehmen auch dazu befragt, ob die Fahrer ihr Firmenfahrzeug selber auswählen können. Diese Möglichkeit ist bei der Mehrheit der Firmen streng limitiert oder nicht gegeben (48 bis 61%). Der Vorteil einer eingeschränkten oder nicht vorhandenen Wahlfreiheit liegt auf der Hand: diese Unternehmen können die gesamte Flotte sehr viel rascher anpassen, gerade wenn es darum geht, auf Modelle mit geringerem CO2-Ausstoss umzusteigen.

Dennoch bleibt der Weg zu einer umweltfreundlicheren Flotte steinig. Als Haupthindernisse für den Einsatz von Hybrid-Fahrzeugen geben die befragten Firmen zu hohe Kosten und Einschränkungen bei den Tankstellen sowie der Markenvielfalt an. Zudem bestehen Zweifel daran, ob grüne Investitionen auch wirklich mehr Umweltschutz bedeuten. Hier gibt es für die Anbieter von Hybriden noch einigen Kommunikationsbedarf.

CVO-Studie 2010: rund 3'700 Interviews in 14 Ländern

Die Markterhebung „Corporate Vehicle Observatory“ (CVO) wurde 2003 auf Initiative von BNP Paribas und Arval, einem führenden europäischen Spezialisten für Full-Service-Leasing und Flotten-Management, ins Leben gerufen und in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt.

Das Marktforschungsinstitut TNS befragt seither jedes Jahr in einer internationalen, repräsentativen Umfrage Entscheidungsträger aus der Wirtschaft zu ihrem Fuhrpark- und Flotten-Management. Insgesamt wurden für den CVO 2010 in Belgien, Brasilien (neu), Deutschland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Polen, Portugal, der Schweiz, Spanien, Tschechien, der Türkei (neu) und UK rund 3'700 Interviews geführt. In der Schweiz befragte TNS 97 Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden, 67 Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitenden, 89 Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitenden und 60 Grossunternehmen mit über 500 Mitarbeitenden.

Der CVO 2010 gibt unter anderem Auskunft über Meinungen von Entscheidungsträgern, Entwicklung von Finanzierungsmethoden, Wahlkriterien beim Kauf eines Fahrzeugs, wichtige Umweltaspekte sowie Trends im Automobilmarkt. Die Studie steht zum Download bereit unter www.arvalnet.ch

Über Arval
Arval, eine Tochtergesellschaft des französischen Finanzdienstleisters BNP Paribas, ist eine führende europäische Spezialistin für Full-Service-Leasing und Flotten-Management und verwaltet in 38 Ländern rund 680’000 Firmenwagen. Mit ihren über 4'000 Mitarbeitenden hat Arval ein umfassendes Know-how und Controlling bei einfachen Prozessen aufgebaut. Arval steht für Professionalität im Dienste ihrer Kunden und Partner und ist unabhängig von Automobilherstellern und Versicherern. In der Schweiz beschäftigt die Arval (Schweiz) AG mit Sitz in Cham (ZG) und Gland (VD) über 50 Mitarbeitende.

 
 
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